Freitag, 13. April 2018

Die Geschichte vom naiven Baumarktgänger

Es war einmal...

ein Häuslebauer. Dieser lies sich "mal schnell" absetzen um ein paar Teile zum Selbstbau einer Schlauchwaage zu besorgen. Er nahm sich nur fix 20 Taler aus dem Portmonee und ging froher Dinge in die goldene Höhle welche man Baumarkt nannte. Er war sich sicher, 20 Taler, das reicht. Aber sowas von! 2 Anschlüsse, 2 Verbinderlies und 2 Meter durchsichtiger Schlauch können ja nicht die Welt kosten. Nun stand er dort vorm Gardenaregal und ihm schlief das Gesicht ein. Allein für die Kupplungen waren 16 Taler weg. Ein Meter Schlauch sollte 2,5 Taler kosten. Also sah er sich nun gezwungen zu rechnen. 2 Meter waren ja nicht mehr drin. Er schnitt den berechneten Teil ab und ging zur Bezahltheke. Dort schimpfte ihn dann die Kassenmagd auch noch aus, weil er sich den Schlauch einfach selber abgeschnitten hatte.

Und wenn er nicht gestorben ist, dann nivelliert er immer noch sein Grundstück aus.

Montag, 9. April 2018

Ein Hauch von Garten

Um die Metamorphose vom Häuslebauer (-lasser) zum Häusle(selbst)besitzer und Gärtner (-selbstmacher) langsam einzuläuten wurden heute mal wieder paar Erdmassen bewegt. Ziel war es, eine lockere und nährreiche Umgebung für ein ca. Dutzend Pflanzen zu schaffen.

Das bedeutet:

1. Ausmessen und abstecken

2. Grasnarbe runter

3. Alles umgraben, grobe Steine entfernen

4. Glatt rechen, kleine Steine und Unrat entfernen

5. Pflanzen anordnen und ausrichten

6. Pflanzloch ausheben, Planze und Loch wässern

7. Erde rein, Planze rein, Erde dran, Gießring anhäufen

Was mal eben in 5min geschrieben ist, hat mich heute den halben Tag beschäftigt. Vielleicht lag es auch daran, dass ich zwischenzeitlich mit Sohnemann diskutieren musste, dass seine ganz toll ausgesiebten Steine aus dem Sandkasten sich nicht so gut machen auf der grad vom Papa eingeebneten Fläche. Ist ja logisch, sollen ja auch keine Steinfrüchte werden. Das Gespräch dauerte. Und ich dachte es war schon letztens schwer meine Tochter davon zu überzeugen, dass eine Antilope kein Einhorn ist.

Es war trotzden eine schöne Arbeit und macht Freude auf mehr. Nun hoffe ich, dass die Kumpels Himbeere, Heidelbeere, Stachelbeere, Johannisbeere und Brombeere auch schnell anwachsen damit die Kinder diesen Sommer schon was vom Naschgarten haben.

Sonntag, 8. April 2018

Es wird bunter am Wochenende

Die Maler haben am Freitag noch paar Proben an die Wand gestrichen. Ein Glück da eine Farbe nicht die richtige war. Im Küchenbereich soll ein Weinrot die Wand bedecken. Jedoch war es eher ein Ferrarirot, was nun mal so garnicht unserem Wunsch entspricht. Nicht weil ich Ferrari nicht mag (hoch lebe Schumi!) jedoch erzeugt es, um mit den Worten des Bauleiters zu sagen, Augenkrebs. Der Fehler lag mehr bei uns, da wir eine falsche Farbnummer weitergegeben haben. Nun ist aber alles zurechtgerückt. Ich bin am Samstag extra zum Maler nach Oschatz gedüst um ihn (ganz nebenbei) beim Aufbau seiner Geburtstagparty zu stören und habe mir die Farbpaletten nochmal geben lassen. Die Farben in den anderen Räumen sind genau richtig. Wie unschwer zu erkennen ist, hat sich eine weibliche Note durchgesetzt. Eine besonders sehr schöne weibliche Note (mir wird grad ein Messer an die Gurgel gehalten). Nein, ich bin wirklich zufrieden und es wird hübsch. Farbig und hübsch.
2 Fragen beschäftigen uns allerdings noch.
1. Wie und für was genau darf man dem Maler auf die Finger klopfen wenn die Wände noch nicht so glatt sind wie man es eigentlich haben wöllte und ab wann gilt man als zickiger, besserwisserischer Krümmelkacker? Die Kerle sind ja noch am Anfang also mal sehen wie sie sich noch bemühen.
2. Gerade die dunklen bzw. stärkeren Farben haben den Nachteil, dass sie leicht zu Verschmutzungen neigen. Man brauch sie nur anfassen oder den Fingernagel seitlich drüber ziehen, schon hat man Flecken oder Striemen. Klar, meint nun der Klugscheißer, einfach drüberstreichen. Jedoch will ich nicht nur mit dem Pinsel im Haus rum rennen und selbst wenn, wird es grad bei den Farben mit vielen Pigmenten schwer sein einzelne Stellen in genau dem Ton wieder auszubessern. Also jedes mal die ganze Wand streichen. Ein Klacks.
Hier muss entweder eine Latexlasur drüber oder gleich eine entsprechende Farbe her.

Der Freitag im Baumarkt war ein voller Erfolg. Die letzte Leiter welche im Angebot war, konnte ich mir krallen. Tor in letzter Sekunde! Ich hatte dann beim Bezahlen schon so meine Bedenken ob ich sie überhaupt weg bekomme. 3,10m zusammengeklappt, Oha. Es blieben dann noch ganze 5cm Luftpolster zur Ladungssicherung. Wieder einmal überkamen mich Liebesgefühle für unser motorisiertes Raumwunder. Ein Traum. Wegen dem Rasen habe ich mich erkundigt. War okay. So wirklich Neues habe ich aber auch nicht erfahren. Rein zufällig bin ich nochmal in die Elektroabteilung. Ich hatte spontan noch die Idee mir einen Adapter von 32A auf Schuko zu kaufen (so ist es wohl bei manchen Frauen mit den Schuhen oder Handtaschen). Gabs aber leider nicht. Nur für 16A. Egal, dann kauf ich den mal woanders. Ich glaube der Verkäufer war letztendlich enttäuschter als ich.

Der Trockenbauer hat nun dann am Samstag die Garagendecke fertig beplankt und gespachtelt. Schleifen kann er erst nächste Woche. Eigentlich wollte ich ja am Wochenende schon selber Hand anlegen und malern. Da aber sowieso weder Grundierung oder Farbe da war, war es nun nicht so wild. Es ist nun auch nicht so gewesen, dass keine anderen Arbeiten auf mich gewartet haben, aber dazu gleich mehr. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Für nächstes Wochenende sollte es fest verplant sein.

In der Lehre wurde es mir mal professionell beigebracht einen Lötkolben zu bedienen. Keine 15 Jahre später würde mir mein Ausbilder mit dem Teil wohl vor Frust "Loser" auf die Stirn brennen. Ich habe ständig das Gefühl eine oder zwei Hände zu wenig zu haben. Das LED Band fordert seinen Tribut. Da die Anschlüsse für fertige Verlängerungskabel nicht durch das Leerrohr passen, musste ich natürlich Alternativen finden. Zwei Kabel, Lötkolben und Lötzinn. Eindeutig 2 Hände zu wenig. Ich habe schon überlegt einfach Lüsterklemmen zu besorgen. Aber getrieben vom Ehrgeiz meinem Ausbilder ruhige Nächte zu bescheren, habe ich es dann doch noch hinbekommen. Ha! Und es läuft!

Und nun zum sehr entspannten Teil des Wochenendes. Eigentlich wäre es wieder eine Ansage für einen historischen Moment wert. Achtung. Trommelwirbel! Wir haben am Samstag das erste mal als Familie im Haus Abendbrot gegessen. Als sowieso grundsätzlicher Liebhaber von Nahrungszunahme unter freiem Himmel, war eigentlich das ganze Wochenende ein Traum. Dem Wetter sei dank. Sogar ein kurzer Gastbesuch bei den Nachbarn mit lecker Eis für die Kids und Kaffee für den Papa sprang heraus. Danke an die Richters. Kaffee war übrigens sehr lecker! Das zu sagen war mir garnicht mehr richtig möglich, da schon Besuch auf der Matte stand und ich wieder rüber musste. Auch hier ergaben sich wieder historische Momente. Weniger für uns, jedoch möchte ich hiermit offiziell festhalten, dass die Tour de France Gewinnerin 2038 heute das erste mal auf der Straße Im Winkel (Sackgasse) selbstständig Fahrrad gefahren ist. Applaus für Tanea! Hat sie gut gemacht die Kleine.

Zum Abschluss und Belohnung gabs dann noch ne leckere Pizza. Allesamt glücklich. Ein schöner Tag geht zu Ende.




Donnerstag, 5. April 2018

Erste Tapete

Heute war es ausnahmsweise ruhiger, dafür ist ein nächster Arbeitsschritt begonnen worden. Die erste Vliestapete ist dran gekommen. Bis auf den Fliesenleger, der mal, nachdem er bereits Ostern durchgeackert hatte, eine verdiente Pause an der Ostsee einlegt, haben die anderen beiden Gewerke noch parallele Baustellen. Aber nun gehts in die Vollen. Der Trockenbauer macht morgen in der Garage weiter und am Samstag wird er fertig. Die Maler haben heute erst ab 11Uhr begonnen, sind aber ab morgen Vollzeitkräfte im "Schloss im Winkel". Somit ist der straffe Plan vielleicht doch noch machbar. Am 16.04. kommen die Treppenbeläge, ab 18.04. die Böden. Die Woche darauf die Türen. Bis dahin müssen alle Kleckser und Schmutzmacher raus sein.

Ich brauche unbedingt noch eine Leiter. Eine große Leiter auf der man möglichst sicher Lampen in 4,50m Höhe montieren kann oder mal Fenster putzen. Morgen will ich shoppen gehen. Männerparadies Baumarkt 😍. Parallel möchte ich dort auch Erkundigungen zum Thema Rasen einholen.

Was ich auch brauche, sind dunkle, möglichst dicke Planen. Natürlich günstig. Für 900qm!
Wer helfen kann, bitte melden.

Impressionen

Heute mal schnell paar Fotos.
- letztes Fenster im Haus ist vom Trockenbau her fertig
- Grundierung der Flächen ebenfalls fast
- Garage ist gedämmt und vorbereitet für die Plattenmontage
- nächste Niesche im unteren Bad ist auch fertig gefliest.

Dienstag, 3. April 2018

Ostern adé

Ostern ist vorbei und die Ereignisse überstürzen sich. Ich komme kaum hinterher hier alles niederzuschreiben. Aber alles der Reihe nach...

Selbst zu den Feiertagen wurde fleisig gewerkelt. Freitag und Samstag waren Fliesenleger und Trockenbauer am Start. Der HWR wurde fast fertig gefliest. Dieser Umstand sorgte dafür, dass mal zur Abwechslung der Haupteingang genutzt werden musste. Ich konnte es mir nicht nehmen lassen meine zarte Braut mit fast drei Jahren Verspätung über die Türschwelle zu tragen. Es hätte auch fast reibungslos geklappt, wäre da nicht dieser höllen Absatz an der Eingangsschwelle, hihi.
Der Trockenbau ist nun im Haus bis auf ein Dachfenster abgeschlossen. Das soll nun noch morgen erledigt werden. Dann darf der Herr der Gibskartonplatten sich draußen in der Garage austoben. Bis zum Wochenende will er fertig sein. Wäre gut weil ich dann gleich mal selber Hand anlegen könnte. Eigenleistung haha. Die Wände will ich selber weißen.

Der Abend des Ostersamstag wurde mal genutzt um gechillt mit den Nachbarn beim Feuerchen abzuhängen. Es war wieder eine feine Runde. Auch die Kinder hatten viel Spaß. Bilder hiervon gibt's leider keine. Hatte ich irgendwie verpasst.

Ostersonntag ruhte dann nun wirklich mal die Baustelle. Wobei Ruhe relativ ist. Zwischendurch hobbelte der Osterhase durchs Haus und hatte so einiges hinterlassen. Sehr zur Freude zweier Entdecker, die unermütlich und mit großem Elan die Räume immer und immer wieder durchsuchten bis dann auch das letzte Stück Schokolade im Körbchen war.

Am Ostermontag zog spontan der Sandkasten schonmal in den Winkel. Ein wenig absurd ist es schon einen Sandkasten in einen Sandhaufen zu integrieren. Aber was solls, er erfüllt sein Zweck. Es dauerte nicht lange bis der Puplikumsmagnet zahlreiche andere laufende Meter anzog. Tja, was neu ist, ist immer interessant.
Nebenbei konnte ich gleich noch die fehlende Fitnessstudioeinheit der Woche aufholen indem ich nenn Kubikmeter Erde bewegte. Der verbliebene Stromhausanschlusskasten soll ja noch ein Stück nach links versetzt werden damit die Einfahrt zur Garage gänzlich frei befahrbar ist. Haken dran. Natürlich wurde alles sauber abgezäunt. Arbeitsschutz geht alle an. Nun darf die Enso nochmal ran. Ich hoffe es geht fix.
Die Dame des Hauses kümmerte sich unterdessen um die Farbauswahl für die Räume im Haus. Das Ergebnis wird sehr schön werden. Mit Unterstützung unserer Designer-Queen Uli aus G. an der R. sowieso.

Heute gings dann weiter. Der Fliesenleger haut rein. Die Maler beginnen mit den Schleifarbeiten und bringen die Wände auf Hochglanz. Grundiert wird auch schon. Ich denke mal ab jetzt wird das Haus jeden Tag anders aussehen. Muss auch, die Zeit wird langsam knapp. Tick Tack, Tick Tack.

Spontan kam mir heute die Idee eine Art Geländehöhenunterschiedmarkierung auf dem Grundstück aufzustellen um ein Gefühl dafür zu bekommen, wieviel Erdmassen noch nötig sind um das Grundstück einigermaßen auzugleichen. Schnell waren paar Hölzer gekauft und in den Boden gerammt. Als es dunkel war, konnte ich dann mittels Laser die Höhe der Türen vom Haus bzw. die Oberkannte des Fertigfussbodens auf die Hölzer im Garten übertragen. Erstes Fazit: wir brauchen noch einiges an Erde.

Ein wichtiger Punkt konnte heute auch noch  abgeschlossen werden: Die Müllanmeldung wurde vorgenommen. Mal sehen ob alles zufriedenstellend eingereicht wurde.